Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur

Alle Projekte Park
Stadt
Jüchen
Zeitraum
2000-2002

8 Bilder

Auf einen Blick

Auftraggeberin
Stiftung Schloss Dyck
Zeitraum
2000-2002
Bausumme
7,5 Mio. Euro
Größe
30 ha
Leistungen
LP 1-9
Auszeichnungen
Green Good Design Award 2010, 1. Preis LandschaftsArchitektur–Preis NRW 2004, Würdigung zum Deutschen Landschaftsarchitekturpreis 2003, Nominierung zum Europäischen Landschaftsarchitekturpreis 2003
Kategorie

Projektbeschreibung

Die Gestaltung des Dycker Feldes

Über Jahrhunderte war das barocke Wasserschloss Dyck im Kreis Neuss der Sitz von Fürsten und Grafen, im Jahr 2002 wurde es zu einem „Leuchtturm-Projekt“ der 2. NRW Regionale EUROGA 2002plus und Mittelpunkt der Dezentralen Landesgartenschau in sieben historischen Parks am Mittleren Niederrhein.

Seitdem begnet dort die Schönheit eines alten Schlossparks modernen Garten(t)räumen im Chinaschilf.

Der Historische Schlosspark liegt wie eine Insel in der ansonsten freien und agrarisch genutzten Landschaft. Der Entwurf für das Dycker Feld greift dieses typische Landschaftsbild im Kreis Neuss auf, eingespannt in die Bezugspunkte Schloss, historische Maronenallee, historischer Gasthof Dycker Weinhaus und Nikolauskloster. Großflächige Miscanthusflächen erstrecken sich rechtwinklig an der Esskastanienallee ausgerichtet und bilden die räumliche Struktur der 24 Hektar großen, ehemaligen Ackerfläche.

Die Miscanthuskörper korrespondieren mit den neuen achsialen Rasenbahnen, die Schloss und Schlosspark mit den Zielpunkten Kloster und Dycker Weinhaus verbinden. Geradlinige Bänder aus großformatigen anthrazitfarbigen Platten von 1,50 Meter Breite stärken und lenken die Sichtachsen.

Im Chinaschilf liegen 24 Gartenräume. Im Frühjahr bilden sie positive Raumkörper auf dem Feld. Im Jahresverlauf und zunehmender Wuchshöhe des Miscanthus verändern sich Raumstruktur und -wirkung - die Gärten „versinken“ im Schilfmeer.

Der Miscanthus verändert seine Wirkung im Jahreslauf optisch - durch sein intensives Grün bis zur Blüte, und akustisch - durch das Rauschen der Halme und Blätter im Wind.

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